In der letzten StuPa-Sitzung im Januar wurde ein Antrag der AG Medimeisterschaften zu finanzieller Unterstützung im StuPa mit sehr knapper Mehrheit abgelehnt. Mit diesem Ergebnis hatte niemand gerechnet. Dementsprechend angespannt und bestürzt wirkte auf mich die Stimmung der Antragsteller nach der Sitzung.

Ich bin jemand, der sich gerne und viel ehrenamtlich engagiert. Gerade in diesem Jahr empfinde ich die Gremienarbeit an unserer Uni als sehr angenehm. Die Fachschaften reden miteinander, besuchen die Sitzungen der anderen und helfen sich gegenseitig. Das hat zur Folge, dass ein positives Klima im Umgang miteinander herrscht, Vorurteile abgebaut werden und gleichzeitig mehr Toleranz geschaffen wird. Als ich 2013 in der Fachschaft MINT in die Gremienarbeit eingestiegen bin, war das leider nicht so. Es herrschte ein rauer Ton zwischen den Gremien und vor allem die Fachschaften MINT und Medizin redeten nur miteinander, wenn es unbedingt sein musste. Jeder kochte sein eigenes Süppchen und wollte auch nichts mit den anderen zu tun haben. Das änderte sich mit der letzten Wahl. Die Fachschaft MINT wuchs von elf auf 21 gewählte Mitglieder. Viele von ihnen hatten sich zum ersten Mal zur Wahl aufgestellt. Ebenfalls im letzten Sommersemester hatten wir vor allem über die FS AN der FH angefangen, die hochschulübergreifende Kommunikation zu stärken. Außerdem wurden Personen in die FS Medizin gewählt, die sich auf die Fahnen geschrieben hatten, die Kommunikation zwischen den Gremien wieder zu verbessern. Nach dem Motto: „Wenn wir es schaffen, hochschulübergreifend mit der FH zusammenzuarbeiten, dann schaffen wir das doch auch uniintern!“ Man begann sich gegenseitig auf den Sitzungen zu besuchen, miteinander zu reden, die Menschen hinter den Namen kennenzulernen und sich gegenseitig zu verstehen. Mir persönlich macht diese Art der Gremienarbeit sehr viel mehr Spaß.

Worauf ich eigentlich hinaus möchte ist Folgendes: Das Thema „finanzielle Unterstützung der Fahrt zu den Medimeisterschaften“ wird jedes Jahr sehr kontrovers diskutiert. Über die Gründe, warum der Antrag dieses Jahr abgelehnt wurde, lässt sich nur spekulieren. Meine Bitte an alle ist: Nutzt die Kontakte, die schon geknüpft wurden. Redet nicht über sondern mit den Beteiligten und vielleicht findet sich noch eine Lösung. Denn das Klima, das derzeit zwischen den Gremien an unserer Uni herrscht, ist sehr angenehm. Kommunikation und Zusammenarbeit sind zwar noch nicht perfekt, aber es tut sich endlich was. Ich fände es sehr schade, wenn die gerade geschlagenen Brücken schon wieder eingerissen würden. Wir alle wissen ja, Bauarbeiten an Brücken sind nervig und führen zu Verkehrschaos. Wenn aber das Ziel, in diesem Fall ein offener und freundlicher Umgang miteinander, erhalten wird, sind die ganzen Staus und Verspätungen es doch wert. Oder?

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